21.Mai 04

    Heute bin ich schon früh aufgestanden, auch wenn ich erst nach 8 Uhr weggekommen bin. Die erste Strecke fuhr ich auf der Autobahn bis zur Raststelle, wo ich noch meine Familie und sehr gute Bekannte angerufen habe. Nach der Grenze versuchte ich die Navigation zu starten, leider blieb sie vorerst mal Stumm. Erst kurz vor Venedig gelang es mir den Gerät die vertraute Stimme zu entlocken. In den größeren Städten gelang es mir wieder nach der Navigation zu fahren, aber dann verstummte das Gerät wieder. Ich bekam schon ein wenig Angst, weil ich kein Kartenmaterial von Italien mitgenommen hatte. Nur von der Toskana habe ich Karten mit. Ich weiß nicht wie viel ich unnötig gefahren bin. Ich kam mindestens 3 Stunden später an und bin wahrscheinlich auch einige km mehr gefahren als ich normalerweise gefahren wäre. Umso erstaunlicher war, das ich exakt bei der Ankunft 50000 km am Tacho hatte, als ich das Motorrad in Siena abgestellt hatte. Wenn ich dies geplant hätte, wäre es sicher nicht so genau gekommen. Fast ein kleines Wunder, mehr zumindest als die Zuverlässigkeit der Technik. Am meisten kosteten mir  die Fahrt durch Florenz, der Motor war schon zum Kochen heiß und es stockte der Abendverkehr.  Beinahe wäre ich einen Auto hinten aufgefahren, es waren nur mehr cm die mich von der Stoßstange des Autos trennten. Es war der reinste Stress, ständig fuhren Mopedfahrer neben mir wenige cm an mir vorbei. Die Schnellstraße nach Siena war wie eine Erlösung, endlich wieder normal zu fahren ohne Gefahr für mich oder jemand anders. Umso erstaunlicher die 50000 km.  Für mich war der heutige Tag wieder ein Beweiß dafür, dass man mit aller Technik zwar viel machen kann, das wesentliche aber bleibt ein Geschenk, etwa das passende Wetter vieles andere mehr. Am Abend bin ich noch durch die Stadt gezogen und habe eine Pizza gegessen. Jetzt nach diesen Bericht  bleibt mir nur mehr Gott zu Danken für diesen schönen Tag und das mir nichts passiert ist.